INTERNATIONALE  SOMMERAKADEMIE  DROSENDORF

Unter den Auspizien von UNESCO-Club Wien

 

 

Zurück zur Hauptseite

Anmeldeformular

Teilnahmebedingungen

Veranstaltungen

www.drosendorf.at 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"OPERN-WERKSTATT"

GIOVANNI BATTISTA PERGOLESI 

"LA SERVA PADRONA" 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 29.Juli bis zum 4. August 2018 im Kulturzentrum "Bürgerspital"

REGIE: ALEXANDER MEDEM   OPERNKUNDE: ALBERT GIER   MUSIKALISCHE LEITUNG: ROBERT POBITSCHKA

 REGIE – UND BÜHNENARBEIT HAUTNAH MITERLEBEN, MITGESTALTEN - DAZU  HINTERGRÜNDE UND ENTSTEHUNG DER OPER KENNELERNEN - NACH MASSGABE DER FÄHIGKEITEN: BEI DER AUFFÜHRUNG MITWIRKEN

Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736)

 

 

 

 

 

 

Robert Pobitschka

www.robertpobitschka.com

 

 



 


 


Ziel der "Opern-Werkstatt" ist die gemeinsame Erarbeitung der Oper "LA SERVA PADRONA" von GIOVANNI BATTISTA PERGOLESI und die Aufführung der Oper am letzten Tag des Kurses. Der Regisseur ALEXANDER MEDEM (Bio) wird die Teilnehmer mittels seiner brillanten Phantasie und spontaner Kreativität durch die einzelnen Etappen der szenischen Umsetzung der Oper führen. Alle Teilnehmer sind eingeladen, ihre persönlichen Fähigkeiten in die gemeinsame Arbeit einzubringen und z. B. in den Bereichen Kostüme, Bühnenbild oder Lichttechnik aktiv mitzuwirken. Nach Maßgabe der Eignung werden auch die beiden Gesangsrollen der Serva und des Padrone sowie die Rolle des stummen Dieners an Teilnehmer vergeben. Für den musikalischen Teil ist ROBERT POBITSCHKA (Bio) verantwortlich.

 

Der andere große Schwerpunkt der Woche ist die theoretische Erfassung der Oper mittels Musikwissenschaft und Librettoforschung. Mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER (Bio) konnte eine international führende Kapazität für diesen Teil der "Opern-Werkstatt" gewonnen werden. Er gilt schlechthin als Libretto "Papst“, also jemand, der wie kein zweiter um die Geheimnisse von Opern- und Operettentextvorlagen weiß. Mit ihm gemeinsam werden die Teilnehmer die Entstehungsgeschichte von "LA SERVA PADRONA" und die Strukturen von Musik und Libretto erarbeiten.  

 

   

Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER: „Bereits als Schüler galt meine persönliche Vorliebe der Oper: Mozart, Rossini. 

Ein Zufall ließ mich entdecken, daß Opernlibretti mitunter auch literarisch hochwertige Texte sind: Bei der Befassung mit dem Roman „Thais“ von Anatol France stieß ich auf das Libetto zur Oper „Thais“ von Massenet, der Roman diente als Vorlage zur gleichnamigen Oper.  

In meiner Arbeit mit Studenten möchte ich vor allem Genauigkeit vermitteln und auch dabei helfen, Vorurteile abzubauen. In diesem Sinne freue ich mich sehr auf einen Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten bei der „Opern-Werkstatt“ in Drosendorf!“  

 

ALEXANDER MEDEM: "Mein Ziel für die Arbeit an „La Serva Pardona“ ist, in intuitiver und offener Art eine Interpretation der Musik und des szenischen Textes zu vermitteln. Dabei ist mir immer die Machbarkeit und Umsetzbarkeit einer Idee unter den gegebenen Arbeitsverhältnissen wichtiger als die Idee selbst. Daher wünsche ich mir von den Teilnehmenden sowohl Fantasie als auch Verständnis für die Pragmatik der Arbeit. Zuletzt erwarte ich mir durchaus offenes feedback aber immer mit Wertschätzung dem Anderen gegenüber. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in Drosendorf! 


 

 

AGENDA 

 

 

Sonntag, 29. Juli

 

Anreise

 

19.00 Uhr  - Kulturzentrum Bürgerspital

Begrüßung der Teilnehmer und ERÖFFNUNG der Internationalen Sommerakademie Drosendorf 2018 durch Bürgermeister JOSEF SPIEGL 

Musikalisches Rahmenprogramm

 

 

Montag, 30. Juli

 

9.30 bis 13.00 Uhr 

EINSTUDIERUNG von "La serva padrona" gemeinsam mit dem Regisseur ALEXANDER MEDEM (Bio)

 

16.30 bis 20.00 Uhr  

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER (Bio)

Ernst und Komik in der italienischen Oper von der Entstehung der Gattung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts

 

Dienstag, 31. Juli

 

9.30 bis 13.00 Uhr 

EINSTUDIERUNG von "La serva padrona" gemeinsam mit dem Regisseur ALEXANDER MEDEM

 

16.30 bis 20.00 Uhr  

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER

Vom dramma per musica zum Intermezzo zur Opera buffa

 

Mittwoch, 1. August

 

9.30 bis 13.00 Uhr 

EINSTUDIERUNG von "La serva padrona" gemeinsam mit dem Regisseur ALEXANDER MEDEM

 

16.30 bis 20.00 Uhr  

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER

La Serva padrona und die Commedia dell'arte

 

Donnerstag, 2. August

 

9.30 bis 13.00 Uhr 

EINSTUDIERUNG von "La serva padrona" gemeinsam mit dem Regisseur ALEXANDER MEDEM

 

16.30 bis 20.00 Uhr  

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER

La Serva padrona: Komödienhandlung oder komische Handlung?

 

Freitag, 3. August

 

9.30 bis 13.00 

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER

La Serva padrona in Frankreich: die Querelle des bouffons 1752/53

 

Ab 20.00 Uhr GENERALPROBE im Schlosshof Drosendorf

 

Samstag, 4. August

 

9.30 bis 13.00

OPERNKUNDE mit Univ.-Prof. Dr. ALBERT GIER

La Serva padrona: Wirkungsgeschichte und Aktualität

 

20.00 Uhr Öffentliche AUFFÜHRUNG von "La serva Padrona"

 

 

Sonntag, 30. Juli

 

Abreise der Teilnehmer

 

INHALT der Oper "La serva padrona" von Giovanni Battista Pergolesi:

Die Magd Serpina (das bedeutet kleine Schlange) lenkt das Leben im Haus des reichen Junggesellen Uberto. Um ihren Launen zu entkommen, erklärt Uberto, heiraten zu wollen. Serpina prophezeit, sie selbst werde die Herrin im Hause werden. Zuerst demonstriert sie Uberto, wie sehr er sich bereits an sie gewöhnt habe. Dann gibt sie vor, selbst heiraten zu wollen und stellt ihm Hauptmann "Ungewitter" vor, in Wahrheit den verkleideten Diener Vespone. Angesichts des grobschlächtigen Hauptmanns überkommt Uberto Mitleid mit Serpina. Als diese ihn vor die Entscheidung stellt, entweder 4000 Taler Mitgift zu zahlen oder sie selbst zu ehelichen, wählt Uberto die Heirat und macht so die Magd zur Herrin.

 

 

BIOGRAPHISCHES

 

Univ. Prof. Dr. ALBERT GIER, geboren 1953 in Aachen, wo er auch die Schule besuchte. 1971-1973 und 1974-1976 Studium in Bonn (Romanistik, Germanistik, Mittellatein, Kunstgeschichte), 1973/74 Auslandsjahr in Montpellier. 1976 Promotion (Dissertation: Der Sünder als Beispiel. Zu Gestalt und Funktion hagiographischer Gebrauchstexte anhand der Theophiluslegende); 1976/77 Wissenschaftlicher Angestellter bei der Arbeitsstelle für den Grundriß der romanischen Literaturen des Mitelalters, Band V, in Bonn (Leiter: Wolf-Dieter Lange). 1977-1986 Wissenschaftlicher Angestellter bei der Redaktion des Dictionnaire Étymologique de l’Ancien Français in Heidelberg (Leiter: Kurt Baldinger). 1984 Habilitation in Heidelberg (Der Skeptiker im Gespräch mit dem Leser. Studien zum Werk von Anatole France und zu seiner Rezeption in der französischen Presse 1879-1905). 1986-1988 Lehrstuhlvertretung in Frankfurt/M. 1988 Berufung auf eine Fiebiger-Professur für Romanische Philologie (Literaturwissenschaft) in Bamberg. Dort 1994 Gründung des „Dokumentationszentrums für Librettoforschung“. Zum 30.9.2016 Eintritt in den Ruhestand. 

 

Zahlreiche Fachpublikationen zur französischen, italienischen und iberoromanischen Literatur des Mittelalters, zur französischen Literatur des 18.-20. Jahrhunderts, zur italienischen Literatur der Renaissance sowie zum Opern- und Operettenlibretto. Aufsätze und Rezensionen in Zeitungen (NZZ), Zeitschriften (Opernwelt), zahlreiche Beiträge in Programmheften, Rundfunksendungen (WDR, SWR, DeutschlandRadio).  

 

Top

Der 1981 in Mailand geborene Deutsch-Peruaner russischer Herkunft ALEXANDER MEDEM studierte an der Universität Wien Musikwissenschaf und am Drama Centre London Theaterregie. 2016 absolvierte er den Masterlehrgang für Kulturmanagement an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Seither ist er Kunstvermittler im MAK. 

 

Von 2008 bis 2010 war Alexander Regieassistent am Burgtheater in Wien. Danach wendete er sich als freischaffender Regieassistent vermehrt dem Musiktheater zu und sammelte mit Placido Domingo, Christof Loy, Thaddeus Strassberger, Peter Konwitschny, Jürgen Flimm und Graham Vick u.a. am Theater an der Wien, am Royal Opera House Covent Garden, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Vlaamse Opera Antwerpen oder den Bregenzer Festspielen große Erfahrung. Mehr und mehr wendet er sich eigenen Regiearbeiten zu. 

 

Bisher konnte er mit folgenden Produktionen überzeugen:

2007 Gianni Schicchi (G. Puccini), Magdalen Hall, Oxford

2008 The Guns of Carrar (B. Brecht), Cochrane Theatre, London

2009 L’Enfant et les Sortilèges & O Saci (M.Ravel/Miguel Kertsman, UA) St. Paul`s

Church, London

2011 Tadschikistan, Theater Drachengasse, Wien , Publikumspreis 2011!

2011 O Saci (Miguel Kertsman), Cultural Park District, Chicago

2012 Woyzeck 2.0 (M. Lehmann Horn, UA), Neue Oper Wien

2012 Das Mädchen u.d. Eisscholle (Musik zum Angreifen/Jeunesse), Wiener Konzerthaus

2012/13 Saci – ein Kobold im Dschungel (Miguel Kertsman), Dschungel Wien

2013 Le Nozze di Figaro (W.A. Mozart), Perchtoldsdorf, Bruck/Leitha

2014 Saci – ein Kobold im Dschungel (Miguel Kertsman), Bregenzer Festspiele

2014 Stalins Heiliger (Katharina Tiwald), Theater Drachengasse, Wien

2015 Undine (Albert Lortzing/Tristan Schulze), Wiener Staatsoper/Kinderoper

2015 Die Weihnachtsgeschichte (Musical von N. Bertassi), Teatro Mödling

2017 Das Donauweibchen (Bernd Watzka), Tour durch Wiener Bezirke

2017 Schwups! (Musik zum Angreifen/Jeunesse), Mozarthaus Vienna


Top

 

Nach Abschluß seines Jusstudiums an der Universität Wien (Mag. jur.) widmete sich ROBERT POBITSCHKA wieder mit voller Kraft seinen musikalischen Studien. Er besuchte die Klasse der renommierten Klavierpädagogin  Tatjana Kravtchenko am St. Petersburger Staatlichen Konservatorium und Meisterklassen von Lisa Leonskaja und Lew Naumov beim Schleswig Holstein - Musikfestival.  

Robert Pobitschka feiert inzwischen Erfolge an bedeutenden Spielstätten, wie etwa dem Brucknerhaus Linz, dem Wiener Konzerthaus & Musikverein oder dem Minoriten - Saal in Graz. Er spielte als Solist im Eröffnungsorchesterkonzert des Haydn Festivals von Dolni Lukavice und war mehrfach Gast beim Eisenstädter Haydn – Festival. Er trat bei den Wiener Kulturtagen in Berlin und Potsdam und beim Festival „Abende in Monrepos“ in Vyborg/Karelien auf. Im Rahmen der Reihe „Musik im Herbst“ gab  er im Haydn Saal des Schlosses Estarhazy die österreichische Erstaufführung von Istvan Szelenyis „Summa vitae“ für Klavier und Orchester, komponiert 1956, unter dem Dirigat von Laszlo Szelenyi, dem Sohn des Komponisten. Robert Pobitschka ist heuer zum ersten Mal Gast beim Semmering - Festival "Sommertraum" und konzertiert regelmäßig bei den Waldviertler "Kerzenlicht-Konzerten".  

Seit etwa 1997 widmet sich Robert Pobitschka auch dem eigenen kompositorischen Schaffen, das oft wichtige Themen, wie die stattfindende  Vernichtung unseres Lebensraumes, berührt. Alle seiner Kompositionen wurden mittlerweile in Konzerten aufgeführt. Sein “Kyrie eleison - gewidmet der Natur” und “Wasser ist Leben“, beide für Kammerorchester und Sopran, erklangen bei einem Festkonzert der Vereinten Nationen zum Internationalen Weltwassertag in der Wiener Hofburg. Sein Umweltschutzoratorium „Atlantia erwacht”, Text von Fran Eve Wright, wurde vom Wiener Klammerchor und dem RSO Wien aufgenommen und erfuhr durch den Tänzer Alain Michigan eine Aufführung als Ballett. Die Japanische Gartenbaugesellschaft beauftragte das Klavierwerk „Kosmos Japanischer Garten“, das bei der Eröffnung des Japanischen Gartens im Sachloßpark von Wien/Schönbrunn uraufgeführt wurde. 2011 vollendete Robert Pobitschka nach einem Libretto von Richard Bletschacher seine erste Oper "Sancti Magni vita". 2011/2012 entstand sein bisher letztes Werk, das Klavierkonzert "Deep blue", wiederum nach einem Gedicht von Fran  Eve Wright.  

Konzertmitschnitte und Studioaufnahmen Robert Pobitschkas wurden u. a. im Bayerischen Rundfunk, im Österreichischen Rundfunk ORF, im Sender Freies Berlin, in CCTV China, in CTC Peru und in Duna Televizio, Budapest ausgestrahlt. Seine Konzertreisen führten ihn nach Italien, Deutschland, Rußland, Tschechien, Ungarn, Südafrika, Peru, in die USA und nach China. Robert Pobitschka präsentierte in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unbekannte Sonatensätze von Franz Schubert, an deren Herausgabe im Bärenreiter Verlag er mitgewirkt hatte. Wiederholungen fanden im Russischen Fond für Kultur in Moskau und mit der Musical Merit Foundation in San Diego statt. Er referiert in Zusammenarbeit mit UNESCO-Club Wien und Kulturkontakt Österreich an Schulen und hält bei den Vereinten Nationen in Wien - in Zusammenarbeit u.a. mit dem VIC Music Club und der Society for Conscious Living - regelmäßig Gesprächskonzerte. Im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Venedig hielt er 2008 bis 2010 Kurse “Musik hören - Musik verstehen”  

Top

Albert Gier

Download PDF "Werdegang"

 

Alexander Medem

www.alexandermedem.com

Zurück zur Hauptseite